Häufige Fragen zur Scheidung

  1. Welche Kosten kommen auf mich zu?
    Für ein Scheidungsverfahren fallen Gerichts- und Anwaltskosten an. Diese Kosten sind gesetzlich geregelt und im gesamten Bundesgebiet gleich. Verwenden Sie hier unseren Kostenrechner, um einen vorläufigen Überblick über die zu erwartenden Kosten zu erhalten. Die Gerichtskosten werden i.d.R. am Ende des Verfahrens "geteilt".

  2. Muss ich vor Gericht erscheinen?
    Ja. Das Gericht lädt die Beteiligten über den/die Anwalt/Anwälte. Ein persönliches Erscheinen wird i.d.R. angeordnet, d.h. das Gericht kann beim Fernbleiben von dem Termin sogar die polizeiliche Vorführung erwirken.

  3. Benötige ich überhaupt einen Anwalt?
    Derjenige der den Scheidungsantrag bei Gericht einreicht, benötigt zwingend einen Anwalt. Das Gesetz sieht vor, dass ein solcher Antrag nur mittels eines Rechtsanwaltes gestellt werden darf.

  4. Wird ein 2. Anwalt benötigt?
    Es wird nur dann ein 2. Anwalt benötigt, wenn der andere Ehegatte / Lebenspartner eigene Anträge stellt und nicht lediglich der Scheidung zustimmt.

  5. Was ist der Versorgungsausgleich?
    Das Gesetz sieht vor, dass bei einer Ehescheidung die in der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften (z.B. Deutschen Rentenversicherung, betriebliche Altersvorsorgen, Riester-Renten etc.) auszugleichen sind. Der Ausgleich erfolgt dabei durch gerichtliche Entscheidung. Einzelheiten hierzu werden während des Verfahrens mit jedem Mandanten ausführlich besprochen und geklärt.

  6. Wie lange dauert ein Scheidungsverfahren?
    Die Dauer hängt von vielen Faktoren ab und schwankt je nach Gerichtsbezirk zwischen einigen Monaten und über einem Jahr.

  7. Wer zahlt die Kosten für den Anwalt?
    Grds. muss derjenige, der den Anwalt beauftragt, auch dessen Kosten tragen. Aber es ist auch möglich, eine schriftliche Vereinbarung abzuschießen, wonach die Kosten von den Eheleuten gemeinsam je zur Hälfte getragen werden. In der Regel werden die Kosten eines Scheidungsverfahrens ohnehin geteilt, d.h. die Gerichtskosten zahlen beide Eheleute/Lebenspartner zur Hälfte und die Kosten für den Anwalt zahlt jeder Ehegatte selbst.